25. Januar 2016

Werkverträge bei Daimler

Wenn die Sau durchs Dorf getrieben wird, wird es immer wieder interessant zu erfahren weshalb. Wenn die Sau einen guten Namen hat, dann kommt es auf Details nicht so an.

Der Spiegel schildert, Daimler habe wegen bezieht sich auf Informationen, die kaum verwertbar sind. Vermutlich steht der Artikel nur im Spiegel, weil es irgendwie mit Daimler und Strafe zu tun hat. Wenige Tage zuvor waren statt 4,75 Miollionen Euro noch 9 Millionen Euro im Feuer. Wenn es um Sozialversicherung geht, wird es eher unseriös. 

Bis zu drei Ebenen sollen nach Informationen von manager magazin zwischen dem Konzern und den Testfahrern existiert und profitiert haben, die Fahrer waren also zum Teil bei Sub-Sub-Subunternehmern beschäftigt. Auch zwei Daimler-Manager sollen ins Visier der Ermittler geraten sein.

Skandalös: da wurden Aufträge echt an jemand vergeben, der die dann wieder vergeben hat. Drei Ebenen! Profit! Sub-Sub! Pfui! (Unternehmen und Profit, das ist ohnehin immer sehr ekelig)

Werkverträge als solche sind nicht strafbar. Zumindest klappen die meisten Werkverträge ganz gut. Sie beauftragen eine Baufirma, die verpflichtet sich ihr Haus zu bauen, beauftragen den Fliesenleger, der dann wiederum einen anderen Fliesenleger beauftragt, weil er damit mehr verdient, keine Zeit hat oder was auch immer. Offensichtlich stehen Sie schon mit einem Bein im Knast und wissen es noch gar nicht. Gut, dass Sie nicht Daimler sind. Aber sagen wir mal: Skandal! Sub-Sub! Her mit den Millionen. 


Problematisch wäre Arbeitnehmerüberlassung - ohne die entsprechenden Voraussetzungen. Aber dann ginge es nicht um Rente, sondern um die Bundesagentur für Arbeit. Ich verstehe das so gar nicht, aber wie gesagt: Daimler. Vielleicht waren die Unterlagen auf schwäbisch oder das manager magazin hatte die Information nur mündlich ztugetragen bekommen. Das versteht dann natürlich niemand.
Offenbar wurden zahlreiche Mercedes-Testfahrer als Scheinselbstständige beschäftigt. Wie das manager magazin berichtet, könnte diese Praxis den Autokonzern bis zu 20 Millionen Euro kosten.
Scheinselbständig? Bei mehreren Millionen? Alle? Viele? Man wird nicht schlauer. Wie kommen die denn dann durch drei Ebenen zu Daimler? Dazwischen muss es doch mal Unternehmen geben. 

Auf alle Fälle: schlimm. Jedenfalls irgendwie der Sub des Sub. Da kommen auf Hamburg noch ordentlich Probleme zu. Herr Hoch und Frau Tief fliesen normalerweise weder das Klo selbst, noch übernehmen die die Feinreinigung vor Übergabe. Sub und Sub soweit das Auge reicht. Vielleicht sogar fünf Ebenen?

Man muss nicht unbedingt wissen was man da so schreibt, deshalb schreibe ich momentan auch. Jedenfalls ist es schlimm und soziale Standards waren da auch irgendwo. Das wäre dann ganz schlimm. 

Anzumerken bleibt: die Mitarbeiter klagen sich wohl ein. Das wird man beim Spiegel vermutlich auch nicht verstanden haben, aber es hört sich dann irgendwie gerecht an, dann schreibt man das auch. Ja, das ist die Krux. Wo kein Werkvertrag, sondern Arbeitnehmerüberlassung ohne Erlaubnis wird es eng. Aber darum geht es hier ja gar nicht. Also nicht hauptsächlich. Hier geht es um ... was auch immer genau, jedenfalls schlimm. 

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